»gute storys erkennt man an ihrer relevanz« – Interview für den Blog “Erfolgreich verkaufen für Nicht-Verkäufer”

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Ich wurde von Management-Coach und Bloggerin Claudia König-Strobl für ihren Blog “Erfolgreich verkaufen für Nicht-Verkäufer” interviewt. Hier das nette Ergebnis.

 »gute storys erkennt man an ihrer relevanz«

Jürgen H. Gangoly, PR-Berater und Geschäftsführer von The Skills Group, über geplante öffentliche Beziehungen und die Notwendigkeit von Relevanz.
CK: Herr Gangoly, Sie betreten nach einer Veranstaltung gemeinsam mit einer Frau den Aufzug im Wiener Nouvel-Tower, der Sie beide vom Restaurant in die Hotelhalle bringt, und sie stellt Ihnen die Frage »Was machen Sie beruflich?«. Wie lautet Ihre Antwort?
 
Jürgen H. Gangoly: Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, aber ich bin glücklich verheiratet. (Er lacht.)
O.K. – im Ernst: Ich bin Kommunikationsberater und helfe Menschen und Unternehmen dabei, von jenen, die ihnen wichtig sind, so wahrgenommen zu werden, wie sie es verdient haben. Manchmal sorge ich dabei zum Beispiel dafür, dass meine Kunden in der Zeitung stehen, manchmal aber auch dafür, dass sie nicht in der Zeitung stehen. Das ist dann meist schwieriger. Das ist so eine Art geplante „öffentliche Beziehung“ und daher nennt man das ‚Public Relations’.
Wie funktioniert PR in einer Zeit, in der es den Medien zunehmend schlechter geht und alle um zusätzliche Werbeeinnahmen ringen?

Wenn man die Entwicklung der sozialen Medien und des Internet allgemein einmal kurz ausblendet: Eigentlich genauso, wie in der „guten alten Zeit“, in der man mit Zeitungen noch echtes Geld verdienen konnte und es in den Zeitungsredaktionen sogar noch wirklich viele hauptberufliche und fair bezahlte Journalistinnen und Journalisten gab. Wir PR- und Kommunikationsberater müssen auch heute Themen so vor- und aufbereiten, dass sie für die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, tatsächlich relevant sind – dann sind sie es auch für die Journalisten und ihre Medien.
Solche „guten Storys“ mit Relevanz, schaffen das richtige Umfeld für Medien, um wirtschaftlich überleben zu können. Sie bringen einerseits Leser, Hörer oder Seher – und verhelfen andererseits zu den lebenswichtigen Werbeeinnahmen.
Erst Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen Medien und Absendern, den professionellen Kommunikatoren (vulgo „PRler“), ermöglichen sehr oft das Entstehen von wirklich guten Storys – auch wenn „echte Journalisten“ das nicht gerne hören.
Und: Nicht falsch verstehen. In der PR geht es nicht um Geld für Inserate. Es geht eigentlich meist „nur“ darum, eine wirklich ehrliche und vertrauenswürdige Quelle zu sein und die richtigen Informationen, zur richtigen Zeit, dem richtigen Medium anzubieten. Kreativität schadet dabei natürlich nicht, wird aber oft überschätzt. „Des is ka G’schicht“ bleibt auch unter Freunden und mit Kopfstand präsentiert „ka G’schicht“.

Präsenz in Print-Medien versus Social Media: Was raten Sie Einzelpersonenunternehmen und Kleinbetrieben?

Weiter im Interview geht es HIER.

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